Angela Steidele, wie sie ein Buch signiertAuch der letzte Sitzplatz in der Buchhandlung Knodt war am 25. April 2024 besetzt. Ein gebanntes Publikum lauschte Angela Steidele, die aus ihrem Roman „Aufklärung“ las, begleitet von Studierenden der Hochschule für Musik.
Das wohlkomponierte Programm der Autorin aus Lesepassagen und Musik ließ Raum und Zeit vergessen. Die Buchhandlung verwandelte sich in einen Konzertsaal und die Arie „Ei, wie schmeckt der Coffee süße“ (Rebecca Suta, Sopran – Katharina Lampersperger, Gambe – Erik Konietzko, Cembalo) versetzte die Zuhörer*innen ins Leipzig des 18. Jahrhunderts. Im Laufe der Veranstaltung waren das Duett „Et in unum“ aus der h-Moll-Messe (dieselben mit Kea Niedoba, Alt) und weitere Stücke am Cembalo von Johann Sebastian Bach zu hören.
Entlang den fiktiven Erinnerungen der Bachtochter Dorothea erzählte und las Angela Steidele von der Zeit der beginnenden Aufklärung. Über 30 Jahre lebten Johann Christoph Gottsched und seine Frau Luise mit Johann Sebastian Bach und seiner zweiten Frau Anna Magdalena gemeinsam in Leipzig. Wie haben sie diese inspirierenden Jahre erlebt, wie mögen sie sich gegenseitig befruchtet haben? Welche Rolle spielten die Frauen in dieser toleranten Zeit vor dem Ausbruch des siebenjährigen Krieges? Das sind Themen, zu denen Steidele forscht und über die sie faktensicher erzählt.
Der lebhafte Vortrag der Autorin und die sichere unbeschwerte Darbietung der jungen Musiker*innen machten den Abend zu einem Genuss für das Publikum. Vielen Dank ihnen, der Buchhandlung Knodt und all den helfenden Händen!

 

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