Puppenspiel von Erhard Drexler und Thomas Glasmeyer zu "Moby Dick" von Herman Melville.

Ein Beitrag von Erhard Drexler und Thomas Glasmeyer

Moby-Dick; or, The Whale erschien 1851 und wurde von Herman Melville verfasst. Der Roman zählt heute zu den bedeutendsten Werken der amerikanischen aber auch internationalen Literatur.

Bedeutung des Buches
Moby-Dick gilt als ein Klassiker der Weltliteratur. Das Werk verbindet Abenteuerroman, philosophische Betrachtung und historische Schilderung des Walfangs zu einem vielschichtigen Gesamtbild. Seine Themen sind bis heute aktuell und inspirieren Literatur, Theater und Film.

Zum Inhalt
Der Seemann Ismael heuert auf dem Walfangschiff Pequod an. Kapitän Ahab verfolgt besessen den weißen Wal Moby Dick, der ihm einst ein Bein abriss. Er setzt das Leben der Besatzung und auchdas ganze Schiff aufs Spiel um seinen Hass zu stillen. Die Jagd endet in einer Katastrophe.

Bedeutung für die Gegenwart
Der Roman ist ein Sinnbild für den Kampf zwischen Mensch und Natur werden. Ahabs Versuch, die Natur zu bezwingen, führt ihn in den Untergang. Gleichzeitig vermittelt das Buch ein eindrucksvolles Bild der historischen Walfangindustrie des 19. Jahrhunderts und greift den Mythos der Seefahrt mit ihren Gefahren, Legenden und ihrer Faszination auf. Der weiße Wal wird dabei zu einem geheimnisvollen Symbol für das Unbegreifliche und Unbezwingbare.

Motivation für ein Puppenspiel

Unser Anliegen ist es, in dieser Inszenierung ansatzweise die Problematik des Artensterbens aufzugreifen und dem Wal, als bedrohter Gattung, eine Stimme zu geben. 

Spieltermine: Kapelle der Erlöserschwestern, 9. September 2026 Premiere, 25. Oktober 2026 Derniere. (8 Spieltermine), jeweils 20.00 Uhr.     

                          “Moby Dick zu Ahab: Ich habe eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Jede Golddublone hat zwei Seiten. Du erklärst mich zum Feind – das bin ich eigentlich nicht. Aber: woher kommt dein Hass, der selbstzerstörerische Fanatismus? Erhebt dich deine „Vernunft“ über mich? Wo bleibt hier diese Vernunft? Aber gut, dann lass uns eben kämpfen…” aus Moby Dick von Herman MelvilleEin Beitrag von Erhard Drexler & Thomas Glasmeyer. Erhard Drexler arbeitet seit vielen Jahren als Regisseur an verschiedenen Würzburger Theatern. So hat er bspw. 2024 im Theater am Neunerplatz Bulgakows „Meister und Margarita“ auf die Bühne gebracht. Thomas Glasmeyer arbeitet seit 1990 als freischaffender Puppenspieler in Würzburg (www.thomas-glasmeyer.de) und erhielt 2021 den Kulturpreis des Bezirks Unterfranken, sowie 2024 den Kulturpreis der Stadt Würzburg. „Moby Dick“ ist ein lang gehegter Traum von uns beiden und entstand bei gemeinsamen Arbeiten für „Würzburg liest“

 

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